Ein halber Millimeter, der wie ein Bauteil rechnet.
Die Vakuum-Sphären-Dämmung ist eine fugenlose Funktionsschicht, die aufgetragen wird wie ein Anstrich. Sie ersetzt keinen Dämmaufbau. Sie löst die Fälle, in denen ein Dämmaufbau nicht hingeht — zu wenig Platz, erhaltenswerte Fassade, laufender Betrieb, komplizierte Anschlüsse.
rund 93 %Rückstrahlung TSR nach ASTM E903
0,158 W/(m²K)Gründerzeitwand nach der Maßnahme
Alle vier Werte stammen aus Unterlagen des Herstellers. Die Konformitätsbewertung erfolgt nach System 4, also in Eigenverantwortung des Herstellers; eine notifizierte Stelle ist daran nicht beteiligt. Näheres unter Nachweise.
Bremsen oder zurückwerfen.
Derselbe Wärmestrom, zwei Bauteile. Links das, was jeder Dämmstoff tut. Rechts das, was eine Sphärenschicht tut.
In der Beschichtung stecken mikroskopische Hohlkugeln. In ihnen ist nahezu nichts, und wo nichts ist, kann auch nichts leiten. Der Herstellerangabe nach liegt ihr Durchmesser bei vier bis fünf Zehntausendstel Millimeter.
Ein erheblicher Teil des Wärmetransports an einer Bauteiloberfläche läuft über Strahlung, nicht über Leitung. Genau dort setzt die Schicht an: Sie senkt den Strahlungsanteil, bevor er in den Aufbau gelangt. Der gemessene Kennwert dafür ist die Gesamtreflexion an der Oberfläche, der TSR-Wert. Er liegt nach ASTM E903 bei rund 93 %.
Der Begriff „Nano-Dämmung“ bezeichnet am Markt dasselbe Prinzip. Wir verwenden ihn nicht mehr, weil unter diesem Namen auch Produkte angeboten werden, die keine Nachweise mitbringen. „Vakuum-Sphären-Dämmung“ benennt, was tatsächlich in der Schicht ist.
Äquivalent heißt nicht identisch.
In der Leistungserklärung steht für die Schicht ein äquivalenter Koeffizient von unter 0,000088 W/(mK). Wer das mit einer Dämmplatte vergleicht, hält es für unmöglich. Der Vergleich geht an der Sache vorbei, und zwar aus einem Grund, der im Wort steckt.
Es handelt sich um einen äquivalenten Koeffizienten. Er beschreibt nicht die Leitung durch das Material. Er bildet ab, was die Schicht in Summe leistet — Strahlung, Konvektion und Leitung zusammen —, umgerechnet in die Sprache der klassischen Wärmeleitungsrechnung. Erst diese Umrechnung macht eine Schicht, die zurückwirft, mit einer Platte vergleichbar, die bremst.
Bestimmt hat den Wert die Technische Universität Łódź, Fakultät für Verfahrens- und Umwelttechnik, nach der Methodik der ASTM 1980E, also unter Berücksichtigung aller drei Mechanismen. Die Erklärung datiert vom 31. Januar 2023 und liegt in beglaubigter Übersetzung vor. Sie nennt für eine 0,50 mm dicke Schicht 0,000088 W/(m·K).
Für die Praxis ist eine andere Zahl die brauchbarere: der äquivalente Widerstand von 5,7 m²K/W. Mit Widerständen rechnen Planerinnen und Energieberater ohnehin. Die beiden Angaben decken sich: 0,50 mm geteilt durch 0,000088 ergibt 5,68 m²K/W.
Vier bis fünf Zehntausendstel Millimeter Durchmesser, laut Herstellerangabe. Wo nichts ist, kann nichts leiten.
Der Wert ersetzt keine Lambda-Messung nach EN 12667. Er ist die Umrechnung eines gemessenen Gesamtverhaltens in eine vergleichbare Größe und wird als solche ausgewiesen. Er darf nicht direkt mit dem λ einer Dämmplatte oder eines Vakuumdämmpaneels verglichen werden.
Hergestellt wird bei IsoFireTec in Deutschland. Die vorliegenden Prüfzeugnisse stammen aus der Zeit der früheren Fertigung in Polen und gelten für die dort geprüften Rezepturen. Eine Prüfung am Fraunhofer-Institut läuft und wird sie ersetzen. Wir nennen den Stand, wie er ist, statt ihn zu verschweigen.
Ein Prinzip, acht Ausführungen.
Die Systeme unterscheiden sich in Untergrund, Beanspruchung und Verarbeitung. Welches passt, entscheidet das Bauteil, nicht der Katalog.
| System | Einsatz | Nachweis |
|---|---|---|
| Outside | Fassaden im Bestand, auch bei erhaltenswerter Gliederung und knapper Platzreserve | LE 001/SO/2025 · TSR 93,18 % · V2 |
| Inside | Innenseitige Anwendung, wenn außen nichts geht | LE 001/SI/2025 · TSR 93,15 % |
| Roof | Dachflächen und Dachaufbauten, auch bei laufendem Betrieb darunter | LE 001/SR/2025 · TSR 93,61 % |
| Inside-Keller | Kellerdecken und erdberührte Innenflächen mit begrenzter lichter Höhe | Herstellerangabe |
| Invisible | Sichtbeton, Klinker, Naturstein und Glas — der Fall bei Denkmalschutz | Herstellerangabe |
| Wood | Holzfassaden und außenliegende Holzelemente | Herstellerangabe |
| Floor | Unter Fußbodenheizung und hinter Heizsystemen; Sockel und Keller | LE 001/SF/2024 |
| Industrie | Anlagen, Behälter und Kühltechnik bis rund 100 °C | Herstellerangabe |
| Thermal Mass 320 | Rohrleitungen, Tanks und Anlagen bis 320 °C | Herstellerangabe |
Die Systeme im Einzelnen
Was jedes System kann, worauf es haftet und wo seine Grenze liegt.

System Outside
Liegt auf der bestehenden Fassade und wirft die Strahlung an der Oberfläche zurück. Für Fälle, in denen ein Plattenaufbau nicht hingeht.
- Zwei Arbeitsgänge, die Oberflächenstruktur bleibt erhalten
- Ergänzt ein vorhandenes WDVS, ohne es abzutragen
- Wirkt im Sommer gegen den Wärmeeintrag
- Fenster- und Türanschlüsse überlappend beschichtbar
- Balkonplatten können mitlaufen
- Matt, in über 250 NCS-Farbtönen einfärbbar
- Elastisch — gleicht Mikrorisse aus
- Lotuseffekt: weniger Schmutz und Algen
- Untergründe
- Beton, Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton, Putz, Sandwichplatten
- Verarbeitung
- 5 bis 40 °C; Winter Edition bis −10 °C und 90 % Luftfeuchte
- Brandverhalten
- B‑s1,d0 nach EN 13501‑1
- Wasserdampf
- V2 nach PN-EN 1062-1
- Schichtdicke
- 0,50 mm in zwei Lagen à 0,25 mm

System Inside
Der Weg, wenn außen nichts geht. Die Schicht wirft die Wärme von Wand und Decke in den Raum zurück.
- Kein Aufbau nach innen, die Wohnfläche bleibt
- Gleichmäßigere Wärme — sonst 3 bis 5 K zwischen Boden und Decke
- Weniger Luftumwälzung, weniger Staub und Pollen in Bewegung
- Zeitweise beheizte Räume sind schneller warm
- Auch für hohe Hallen und Lagerflächen
- In Bad, Küche und Sauna: weniger Kondensat an der Wand
- Wirksam mit Infrarotheizungen an Wand oder Decke
- Atmungsaktiv, hypoallergen, sehr geringer VOC-Anteil
- Auch für Laibungen und Anschlüsse
- Untergründe
- Beton, Putz, Gipskarton, OSB, Ziegel; Tapete nur bei dauerhafter Haftung
- Verarbeitung
- 5 bis 40 °C
- Farbe
- Grundton weiß, in fast allen NCS-Tönen einfärbbar. Nicht überstreichen — das senkt die Wirkung.
- Bauablauf
- Ausräumen nicht nötig, Inventar wird abgedeckt. Meist nach 24 bis 48 Stunden fertig.
- Schichtdicke
- 0,50 mm in zwei Lagen

System Roof
Für Dachflächen, die sich im Sommer aufheizen. Dämmung, Abdichtung und Sanierung in einem Arbeitsgang.
- Begrenzt die Erwärmung von Dach und Raum darunter
- Nahtlose, wasserführende Membran
- Repariert Risse bis 5 mm Breite mit
- Verstärkt und versiegelt die Eindeckung
- Kein Regenwasser mehr unter die Eindeckung
- Verhindert Kondensat an der Dachunterseite
- Elastomerformel — Temperaturwechsel reißen sie nicht auf
- Wirkt dem städtischen Wärmeinseleffekt entgegen
- Untergründe
- Bitumen, Dachpappe, Tondachziegel, Blech, Trapezblech, Faserzement, Kunststoffbahn, Schindel, Glas
- Verarbeitung
- 5 bis 40 °C, Airless im Spritzverfahren
- Anwendung
- Hitzeschutz, Dämmung, Abdichtung, Sanierung

System Inside-Keller
Kellerdecke und erdberührte Innenflächen — dort, wo die lichte Höhe keinen Aufbau mehr zulässt.
- Die Durchgangs- und Torhöhe bleibt erhalten
- Keine Unterkonstruktion, keine Dübel, kein Zuschnitt
- Leitungen und Trassen bleiben zugänglich
- Spürbar wärmerer Boden im Erdgeschoß
- Weniger Kondensat an der Kellerdecke
- Der Weg, wenn der Sockel nicht gedämmt werden kann
- Auch mit Infrarotheizungen
- Untergründe
- Beton, Putz, Ziegel und mineralische Flächen
- Auftrag
- Airless-Anlage, an Kanten Rolle und Pinsel
- Bauablauf
- Auch im bewohnten Haus — die Wohnungen bleiben in Betrieb
- Förderung
- in der Regel förderfähig; den Stand prüfen wir zum Projekt

System Invisible
Bleibt transparent. Klinker bleibt Klinker, Sichtbeton bleibt Sichtbeton, der Verband bleibt lesbar.
- Das Erscheinungsbild der Fläche ändert sich nicht
- Nahtlos und wasserführend, zugleich dampfdurchlässig
- Korrigiert Mikrorisse in Putz und Deckschicht
- Schützt den Putz vor weiterem Abbau
- Weniger Schmutz, Schimmel und Pilzbewuchs
- Auch auf Glas, Fenstern und Türen
- Innen wie außen einsetzbar
- Untergründe
- Ziegel, Naturstein, Klinker, Sichtbeton, Glas
- Rückstrahlung
- 88 bis 95 % im Infrarot, nach Herstellerangabe
- Dehnfähigkeit
- bis 300 %
- Verarbeitung
- 5 bis 40 °C, Basisfarbe transparent
- Anwendungsfall
- Baudenkmale, Ensembleschutz, Gründerzeitfassaden

System Wood
Für Holzfassaden und außenliegende Holzbauteile. Die Maserung bleibt sichtbar, die Temperaturspitzen werden gebrochen.
- Hohe Deckkraft, die Maserung bleibt sichtbar
- Dehnfähig bis 300 % — geht mit, wenn das Holz arbeitet
- Überdeckt die Mikrorisse, die dabei entstehen
- Dämpft die Temperaturspitzen und damit den Verzug
- Schützt vor Witterung und UV-Strahlung
- Verbessert die Dämmwerte von Holzkonstruktionen
- Innen wie außen, unbedenklich für Holz und Umwelt
- Untergründe
- Holzfassade, Blockwand, Massivholz, Schindeln, Terrassenbretter, Sauna, Yachtdeck
- Dehnfähigkeit
- bis 300 %
- Auftrag
- Rolle, Pinsel oder Spritzgerät

System Floor
Kommt unter das Heizsystem und wirft die Wärme in den Raum, statt sie in Estrich, Wand oder Decke laufen zu lassen.
- Die Anlage erreicht die Solltemperatur schneller
- Unter Fußbodenheizung, Heizmatten und Heizpaneelen
- Hinter wandmontierten Heizsystemen
- Als Abdichtung im Sockel- und Kellerbereich
- Hält Wasser draußen, unterstützt die Trocknung
- Diffusionsoffen — das Bauteil kann austrocknen
- Für Bodenaufbauten mit begrenzter Höhe
- Verwendung
- Böden, Decken, Kellerdecken, Wände hinter Heizsystemen, Kellerwände, Fundamente
- Rückstrahlung
- 88 bis 95 % der Heizenergie, nach Herstellerangabe
- Leistungserklärung
- LE 001/SF/2024, äquivalentes λ < 0,030 W/(m·K)
- Feuchte
- wasserführend und zugleich diffusionsoffen

System Industrie
Für Anlagen und Behälter im mittleren Temperaturbereich — und für die Kälteseite, die meist vergessen wird.
- Rohre, Ventile, Gas- und Öltanks, Container
- Kühlhäuser, Kühlcontainer und Auflieger
- Allein oder zusätzlich zu vorhandener Dämmung
- Lotuseffekt senkt den Reinigungsaufwand im Freien
- Laufstege und Lichtraumprofile bleiben frei
- Innen wie außen einsetzbar
- Untergründe
- metallische Flächen, Sandwichplatten, Kunststoff, Beton
- Einsatz
- Pipelines, Tanks, Seecontainer, Kühlhäuser, Gefrieranlagen
- Abgrenzung
- bis rund 100 °C; darüber gehört Thermal Mass 320 an das Bauteil
- Auftrag
- Airless durch geschulte Fachbetriebe

System Thermal Mass 320
Für Rohrleitungen, Tanks und Anlagenteile bis 320 °C. Folgt der Geometrie — ohne Zuschnitt und ohne Blechmantel.
- Berührungsschutz: Auslegung auf unter 50 °C Oberflächentemperatur
- Flansche, Bögen, Ventile, Armaturen, Ofentüren
- Also die Stellen, an denen Schalen nie sitzen
- Bleibt revisionierbar — Leckagen fallen früh auf
- Taupunkt liegt außen auf der Schicht
- Kein Kondensat darunter, kein Korrosionsherd
- Beständig gegen Chemikalien, Pilze und Schimmel
- Wirkt auch gegen Kälteverlust
- Temperatur
- bis 320 °C Oberflächentemperatur
- Einsatz
- Warmwasser- und Dampfleitungen, Boiler, Kessel, Tanks, Öfen, Armaturen
- Untergründe
- alle festen Oberflächen, vor allem Stahl
- Berührungsschutz
- unter 50 °C gilt nach EN ISO 13732-1 als unbedenklich
- Grundlage
- Herstellerangabe. Die erreichbare Temperatur hängt von Medium, Schichtdicke und Umgebung ab.
Produktdatenblätter auf Anfrage. Für Invisible, Wood und Thermal Mass 320 liegen uns derzeit keine eigenen Leistungserklärungen vor; die Angaben stützen sich auf Produktinformationen des Herstellers.
Sie haben bereits einen Vollwärmeschutz?
Dann ist die Frage nicht, ob Sie dämmen sollen — sondern was die vorhandene Fassade noch leisten kann. Eine EPS-F-Fassade aus den 1990er-Jahren ist meist intakt und muss nicht herunter. Sie lässt sich weiternutzen, optisch erneuern und energetisch verbessern.
Am dokumentierten Beispiel einer Fassade von 1995 — 30 cm Hochlochziegel, 8 cm EPS 035 — sinkt der rechnerische Wärmedurchgang von 0,307 auf 0,112 W/(m²K). Drei Ubakus-Auswertungen liegen dazu vor.
| Altbestand | 0,307 W/(m²K) |
| mit System Outside | 0,112 W/(m²K) |
| mit Outside und Inside | 0,068 W/(m²K) |
Verringerung des rechnerischen Wärmedurchgangs durch diese Wand. Keine Aussage über Heizkosten.
Der Untergrund entscheidet, nicht das Produkt.
Die häufigste Ursache dafür, dass eine Beschichtung nicht hält, liegt unter ihr.
Eine auftragbare Schicht ist nur so gut wie das, worauf sie liegt. Unsere Systeme haften auf festem Putz, Mauerwerk, Beton, Faserzement, Glas, Metall und Holz — auf allem also, was selbst noch trägt. Sie haften nicht auf losem, sandendem oder hohlliegendem Bestand.
Das ist keine Einschränkung unseres Produkts, sondern eine Eigenschaft jeder Beschichtung: Was auf einem ablösenden Altanstrich aufgebracht wird, löst sich mit ihm. Deshalb steht am Anfang jedes Auftrags die Prüfung des Untergrunds — und wenn sie negativ ausfällt, die Instandsetzung. Erst danach wird beschichtet.
Was das kostet, sagen wir vorher. Was es kostet, es zu übergehen, sieht man im zweiten Winter.
| Klopfprobe | klingt der Putz hohl, liegt er nicht mehr auf |
| Kratz- und Wischprobe | sandet die Oberfläche ab, trägt sie nicht |
| Klebebandprobe | zieht der Altanstrich mit, muss er herunter |
| Benetzungsprobe | zeigt, wie saugfähig der Untergrund ist |
| Feuchtemessung | aufsteigende Feuchte ist vorher zu beheben |
Im Zweifel eine Haftzugprüfung am Objekt. Sie kostet einen Vormittag und beendet jede Diskussion.
So entsteht die Schicht.
Grundierung, Auftrag, Zwischentrocknung, zweite Lage. Airless gespritzt, gerollt oder gestrichen — je nach Fläche und Zugänglichkeit. Was Sie in diesen Aufnahmen nicht sehen: Gerüst, Verankerung, Zuschnitt, Sockelanschluss. Es gibt sie nicht.
- Untergrundtragfähig, sauber, trocken. Der Untergrund entscheidet.
- Auftragzwei Lagen, dazwischen Zwischentrocknung nach Herstellerangabe.
- Schichtdickeam Nassfilm gemessen und protokolliert.
- WitterungUntergrundtemperatur über 5 °C, kein Regen, keine pralle Sonne.
Fünf Aufnahmen von der Baustelle
Die Wärmebilder sind Eigenaufnahmen des Herstellers und dokumentieren einen Zustand, nicht eine geprüfte Kennzahl. Belastbare Zahlen finden Sie unter Nachweise.
Sechs Ausgangslagen für System Outside.
Wir treten nicht gegen den Vollwärmeschutz an. Wir sind die Antwort auf die Fälle, in denen er nicht passt oder in denen das Vorhandene erhalten bleiben soll.
Wo genug Platz da ist, die Fassade ohnehin erneuert wird und keine gestalterische Auflage besteht, ist ein Plattenaufbau häufig die richtige Lösung. Wir vergleichen beide Wege und sagen Ihnen, welcher an Ihrem Objekt trägt.
Ein Objekt, zwanzig Jahre, dieselbe Heizung.
Der überzeugendste Beleg ist keine Laborzahl, sondern ein Gebäude, das man über zwanzig Jahre beobachtet hat. An diesem Bestandsobjekt wurde der Erdgasverbrauch Jahr für Jahr abgelesen — lange genug, dass sich Wetter, Nutzung und Heizgewohnheiten ausmitteln.
Zwei Stufen sind in der Kurve zu sehen. Bei der ersten Applikation wurde das gesamte Gebäude behandelt: System Roof auf dem Dach, System Outside auf der Fassade und System Inside in den Räumen. Der Verbrauch fällt von rund 3.900 auf etwa 2.000 m³ und bleibt dort mehrere Jahre stabil.
Die zweite Applikation betraf nur das Dach. Dort lagen damals erst 0,25 mm — mehr gab die Applikationstechnik jener Jahre nicht her. Mit der zusätzlichen Schicht auf die heutigen 0,50 mm fällt der Verbrauch ein zweites Mal, auf rund 1.300 m³. Die Heizungsanlage blieb in beiden Fällen dieselbe.
Ein Gebäude, zwei Applikationen, unveränderte Anlagentechnik.
Wenn die Denkmalbehörde zustimmt.
An einer denkmalgeschützten Siedlung in Duisburg — eingetragenes Baudenkmal nach § 3 Abs. 2 DSchG NRW — wurde die bestehende Putzfassade instandgesetzt und beschichtet. Die Untere Denkmalbehörde hat die Maßnahme am 8. August 2024 genehmigt, einschließlich der Farbgebung.
Eine thermografische Untersuchung nach EN 13187 am selben Objekt zeigt: Die beschichteten Fassadenflächen hielten eine stabile Oberflächentemperatur, während am nicht behandelten Dach eine erhöhte Wärmeabstrahlung gemessen wurde. Die Untersuchung wurde im Auftrag des Herstellers durchgeführt, nicht von einem unabhängigen Institut — das sagen wir dazu, weil es dazugehört.
| Schutzstatus | Baudenkmal, § 3 Abs. 2 DSchG NRW |
| Genehmigung | Untere Denkmalbehörde, 08.08.2024 |
| Maßnahme | Instandsetzung der Putzfassade |
| Messnorm | EN 13187, ΔT 20 K |
Genehmigungsbescheid und thermografische Untersuchung liegen uns vor und können auf Anfrage eingesehen werden.
Woher jede Zahl auf dieser Seite kommt.
Wir führen die Quelle mit, weil eine Zahl ohne Quelle für einen Planer wertlos ist. Und wir sagen dazu, welchen Rang der Nachweis hat.
| Kennwert | Quelle, Datum und Rang | Dokument |
|---|---|---|
| λ äquivalent 0,000088 W/(m·K) | TU Łódź, Fakultät für Verfahrens- und Umwelttechnik · 31.01.2023 · ASTM 1980E, für 0,50 mm Schichtdicke. Beglaubigte Übersetzung vom 10.02.2024. beauftragte Untersuchung | PDF ↗ |
| R 5,7 m²K/W, deklariert | IsoFireTec · 26.02.2025 · EU-Konformitätserklärung, CE nach PN-EN ISO 15824:2017. Herstellererklärung | PDF ↗ |
| System Outside · TSR 93,18 % | IsoFireTec · LE 001/SO/2025 · Messung ASTM E903 durch das Institut für Polymerwerkstofftechnik und Farbstoffe, Toruń, Zweigstelle Gliwice. Herstellererklärung | PDF ↗ |
| System Inside · TSR 93,15 % | IsoFireTec · LE 001/SI/2025 · Messung ASTM E903. Herstellererklärung | PDF ↗ |
| System Roof · TSR 93,61 % | IsoFireTec · LE 001/SR/2025 · Messung ASTM E903. Herstellererklärung | PDF ↗ |
| System Floor · λ < 0,030 W/(m·K) | IsoFireTec · LE 001/SF/2024 · deklarierter Wert für den Bodenaufbau. Herstellererklärung | PDF ↗ |
| Farbstabilität ΔE < 1,0 | Beschleunigte Bewitterung nach PN-C-81913:1998, UVA-340-Kammer, 21 Tage. Belegt Farbstabilität, keine Dämmwirkung. beauftragte Untersuchung | PDF ↗ |
| Thermografie am Objekt | Duisburg · EN 13187 · Temperaturdifferenz 20 K, Wärmebildkamera testo 872. Im Auftrag des Herstellers. beauftragte Untersuchung | PDF ↗ |
| Denkmalrechtliche Erlaubnis | Untere Denkmalbehörde Duisburg · 08.08.2024 · Erlaubnis für die Beschichtung eines Baudenkmals. Behördenentscheid | PDF ↗ |
| Produktdatenblätter | IsoFireTec · System Outside, Inside, Inside-Keller und Invisible · Untergründe, Auftragsmenge, Verarbeitung. Herstellerangabe | PDF ↗ |
Was uns dazu gefragt wird.
Ersetzt die Beschichtung einen Vollwärmeschutz?
Nicht in jedem Fall. Sie ist dort die Lösung, wo ein Dämmaufbau nicht möglich oder nicht gewollt ist — zu wenig Platz, gestalterische Auflagen, laufender Betrieb, komplexe Anschlüsse. Wo beides möglich ist, vergleichen wir beide Wege und rechnen die Nebenpositionen mit, die ein Vollwärmeschutz an Laibungen, Dachrand, Sohlbänken und Spenglerarbeit auslöst.
Ist das nicht einfach weiße Farbe?
Nein, und der Unterschied lässt sich messen. Weiße Farbe reflektiert Sonnenstrahlung — das stimmt, und eine helle Fassade wird in der Sommersonne tatsächlich weniger heiß. Nur endet die Wirkung an der Sonne: nachts nicht, im Winter nicht, an der Nordseite nicht, im Innenraum nicht.
Der Grund liegt im Spektrum. Die Sonne strahlt um 0,5 µm, ein Bauteil bei 20 °C um 9,9 µm — dazwischen liegt mehr als eine Zehnerpotenz. Deshalb steht in den Unterlagen auch Verschiedenes: Für eine Fassadenfarbe ein Hellbezugswert, für diese Beschichtung ein äquivalenter Wärmedurchlasswiderstand von 5,7 m²K/W nach ASTM 1980E. Eine 0,1 mm starke Farbschicht hat so einen Wert nicht. Ausführlich nachlesen.
Warum heißt es jetzt Vakuum-Sphären-Dämmung und nicht mehr Nano-Dämmung?
„Nano-Dämmung“ ist die marktübliche Sammelbezeichnung. Unter diesem Namen werden auch Produkte ohne Nachweise verkauft. Die neue Bezeichnung benennt, was tatsächlich wirkt: mikroskopische Hohlkugeln mit Vakuum, die Wärmestrahlung zurückwerfen. Am Produkt ändert sich nichts, an der Verwechselbarkeit schon.
Wer stellt die Produkte her, und welche Rolle hat GREEN SOLUTION?
Die Vakuum-Sphären-Isolation ist eine Entwicklung von IsoFireTec, hergestellt wird in Deutschland. Wir stellen sie nicht selbst her. GREEN SOLUTION ist über PSE-Austria der Partner für Österreich und die Schweiz: Beratung, Bemessung am Objekt, Verarbeitung und Betreuung. Deutschland betreut IsoFireTec selbst. Preise und Leistungen sind in allen drei Ländern gleich — bei einer Anfrage aus Deutschland nennen wir Ihnen den richtigen Ansprechpartner.
Ist die Beschichtung diffusionsoffen?
Die Leistungserklärung für System Outside weist eine Wasserdampfdurchlässigkeit von 104,8 g/(m²·d) aus, Kategorie V2 nach PN-EN 1062-1. Ein sd-Wert ist uns nicht nachgewiesen; wir nennen deshalb keinen. Für Altbauten mit Vollziegelmauerwerk ist das Feuchteverhalten der entscheidende Punkt — wir prüfen es am konkreten Aufbau, statt es pauschal zuzusagen.
Wie lange hält die Beschichtung ihre Farbe?
In der beschleunigten Bewitterung nach PN-C-81913:1998 lag die Farbabweichung nach 21 Tagen UVA-340-Zyklus bei ΔE unter 1,0 und damit innerhalb der geforderten Toleranz. Das ist eine Laborprüfung zur Farbstabilität und sagt nichts über die Dämmwirkung aus.
Gibt es dafür Förderungen?
Gefördert wird in der Regel die Verbesserung des Wärmedurchgangs unter eine bestimmte Schwelle; womit Sie das erreichen, ist meist nicht vorgegeben. Nachzuweisen ist die dauerhafte Wirkung. Sanierungsförderungen von Bund, Land und Gemeinde ändern sich laufend — wir prüfen für Ihr Objekt, was zum Zeitpunkt der Einreichung tatsächlich gilt.
Was kostet die Maßnahme?
Das hängt an Fläche, Untergrund, Zugänglichkeit und System. Eine belastbare Zahl gibt es nach der Objektaufnahme, nicht davor. Was wir vorher sagen können: Bei der Vollkostenbetrachtung eines Vollwärmeschutzes gehören Gerüst, Sohlbänke, Dachvorsprünge, Laibungen, Anbauteile, Sockel, Bauzeit und spätere Entsorgung dazu — nicht nur der Quadratmeterpreis der Fläche.
Schicken Sie uns das Bauteil, nicht die Frage.
Gebäudeart, Baujahr, betroffenes Bauteil, ungefähre Fläche und ein paar Fotos. Damit sagen wir Ihnen, ob die Aufgabe zu unseren Systemen passt, ob sie zu prüfen ist oder ob ein anderer Weg sinnvoller wäre. Auch die dritte Antwort kommt vor.
Die Ersteinschätzung
Sie bekommen eine von drei Antworten: passt, ist zu prüfen, oder passt nicht. Die dritte kommt vor — und sie kostet Sie nichts.
Bauteil, Baujahr, Fläche, Problem. Fotos helfen mehr als jede Beschreibung.
Passt, ist zu prüfen, oder passt nicht. Ohne Kosten.
Aufbau und Annahmen in Ubakus modelliert. Sie erhalten den Rechenweg.
Auswahl, Detailpunkte und Verarbeitungsfolge schriftlich.
Geschulter Fachbetrieb aus dem Netz, auf Wunsch mit uns bei Baubeginn.
